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Eigentlich wollte Brahms mit dem Streichquintett op. 111 seine kompositorische Laufbahn beenden, wie er seinem Verleger Simrock mitteilte. Hatte Brahms sein letztes Wort gesagt? Keineswegs - denn solche Grübeleien waren bei ihm keine Seltenheit. Im Gegenteil fungiert das in Bad Ischl geschriebene Quintett aus dem Jahr 1890 als Vorläufer des Klarinettenquintetts: Ein insgesamt besonders kontrastreiches Kammermusikstück, das durch seinen elegischen Ton, seine Eleganz, hohe Expressivität und Dramatik sofort in den Bann zieht, von der ausdrucksstarken, vom Cello vorgetragenen Melodie des Kopfsatzes, über das romanzenhafte, "wunderbar knappe" Adagio (wie Joseph Joachim sagte) bis hin zur tänzerischen Stimmung des finalen Csárdás.